Author Topic: Verständnisfrage zum arbeiten mit verschiedenen Soundkartenausgängen  (Read 3003 times)

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PAStift

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Hallo,

Ich arbeite seit langem mit SatLive und erziele sehr gute Ergebnisse. Ich habe ein bißchen mit SIM beschäftigt und mich mit einigen Kollegen unterhalten aber verstehe folgenden Punkt nicht ganz:

Warum sollte man einen oder mehrere Pultausgänge als Referenz einbinden um zwischen denen dann hin und her zu schalten.
Wenn ich einmesse benutze ich entweder den Generator von SatLive oder eine externe Musikquelle. Wozu diese zuerst ins Pult schicken und dann wieder als Refernz in die Soundkarte? Wenn ich den Ausgang incl EQ als Referenz benutze verfälscht das doch komplett das Ergebnis.

Soweit mit erklärt wurde funktioniert das bei SIM so und diese Möglichkeit besteht ja bei SatLive auch.

Kann mich da jemand korrigieren falls ich da falsch liege.

Danke
MFG

TomyN

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Hi,

SIM hat den Ansatz, dass es drei Messungen gibt:

Room (Nur den Raum, Ref: Amp In,  Mess: Mic)
System (?) (Komplett,  Ref: Vor dem EQ, Mess Mic)
1/Eq (Nur die ivertierte EQ Kurve, Ref Nach dem Eq, Mess: Vor dem EQ)

Dementsprechend gabs da drei Verbindungen nach ausen, Pre Eq, Post Eq und Mic.

Die 1/EQ Lösung hat einige Leute in's Schwitzen gerbracht, als digitale Eqs (mit Latenz) aufkamen, da SIM-II kein negatives Delay konnte.

Tomy
Dipl.-Ing.(FH) Thomas Neumann
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TomyN

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Wenn man ein ASIO Interface mit mehreren Eingängen hat, kann man das über das ASIOAssign Tool auch in SATlive 'nachbauen'.

Tomy
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PAStift

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Hallo Tommy und danke für Antwort,

Wie gesagt mir entgeht da der große Vorteil bzw. Sinn dahinter. Wenn ich ein System einmesse macht es doch nur Sinn ein Ref. Signal direkt vom Messsystem bzw. direkt ins Messsystem zu geben, ohne irgendeinen Teil des Audiosystems dazwsichen zu haben. Und dieses Signal mit dem gemessenen Signal nach dem kompletten System zu vergleich um zu sehen was mein gesamtes Audiosystem incl Pult, Controler Endstufe etc. mit meinem Signal macht. Oder nicht?

MFG

TomyN

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Hi,

bei der Methode, dass man direkt vom Audioausgang einen 'Loop' zum Referenzeingang legt, macht es natürlich Sinn, das Referenzsignal möglichst nahe an den zu messenden Komponenten einzuspeisen.

Beim SIM-II (und ich denke auch beim SIM-III) ist das getrennt. Da gibt es auch nur einen Signalausgang, den man dann sinnvollerweise mit einem Eingangskanalzug verbindet. Die Referenz wird da ziemlich unabhängig vom Signalausgang gesehen, d.h. man kann dann auch recht einfach auch ein anderes Audiosignal verwenden.

Im übrigen geht die SIM Philosophie auch davon aus, dass das Messystem auch während der Show angeschlossen bleibt. Spätestens dann gibt's die Trennung von Tonerzeugung und Referenz.

Tomy
Dipl.-Ing.(FH) Thomas Neumann
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PAStift

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Hallo Tommy,

Sorry aber ich muss nochmal kurz zu dem Thema zurückkommen. Denn was all diese Messungen sind ja ganz nett und das ich bei Messungen während der Show auch das Pult aus der Referenz rausnehmen muss weil ich ja dann einen Pultausgang brauche, ist mir auch klar.
Aber bei all den Messungen an Sim wird ja das Pult und dessen Filter völlig ignoriert. Denn wenn man das Signal nach dem Pult als Ref nimmt is ja die Ref evtl ein gefiltertes Signal, das gegen das Mic verglichen wird. Und da entgeht mir der Sinn. Oder übersehe ich da was?
Danke
MFG

TomyN

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Hi,

früher kam nach dem Pult  noch der EQ, d.h. man hat das gesehen, was man für die Raumkorrektur gebraucht hat.
SIM-II hat halt auf das System gezielt mit einer klassischen Trennung zwischen auf der einen Seite 'Sound' = Mischpult + Peripherie + evtl. ein 'Geschmacks- EQ'  und auf der andere Seite 'System' (EQ + Weiche + Amps + Speakers + Raum).
Bei großen Produktionen sind für diese beiden Bereiche auch unterschiedliche Leute am 'werkeln'.

Tomy
« Last Edit: December 16, 2011, 14:31 by TomyN »
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